Rund um das DLR

Saturn und Monde / Foto: DLR

Experimente in Schwerelosigkeit, Erforschung anderer Planeten, Umweltbeobachtung aus dem All: Die Raumfahrt-Aktivitäten des DLR umfassen ein vielfältiges Spektrum. Sie orientieren sich an den Vorgaben des 5. Deutschen Raumfahrtprogramms sowie den eigenen Kerngebieten und folgen dabei übergeordneten Zielen wie:

  • Sicherung materieller Lebensgrundlagen des Menschen durch wesentliche Beiträge zu Meteorologie, Umweltüberwachung, Katastrophenvorsorge, Ressourcenmanagement, Mobilität und Friedenssicherung sowie Anregung zum Erwerb naturwissenschaftlich-technischer Bildung
  • Ausrichtung auf Vorhaben mit wirtschaftlicher Perspektive sowie Anwendungs- und Nutzungspotenzial
  • Erwerb grundlegender Erkenntnisse über das Universum und die Erde

Während das Zentrum der Weltraumforschung des DLR von Oberpfaffenhofen bei München aus operiert, ist in Köln das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin angesiedelt.

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Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

Weltraumsimuationsanlage / Foto: DLR

Innerhalb des gesamten DLR e.V. ist das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin die einzige Forschungseinrichtung, die sich schwerpunktmäßig mit den lebenswissenschaftlichen Fragestellungen im Hinblick auf Verkehr, Luft- und Raumfahrt befasst.

Zentrales Anliegen der Forschungstätigkeit des Instituts ist es dabei, Sorge dafür zu tragen, dass die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der direkt oder indirekt Beteiligten (Pilot, Crew, Passagier, Astronaut, Kraftfahrer, Anwohner etc.) erhalten bleiben.

Bei Langzeitaufenthalten im Weltraum geht es aus medizinischer Sicht um Maßnahmen, die den Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den Menschen – wie Verlust an Knochen- und Muskelmasse – entgegenwirken.
Gleichzeitig werden in Forschung unter Schwerelosigkeit grundsätzliche Funktionsweisen des menschlichen Körpers unter Weglassen des „Störfaktors“ Schwerkraft in einem systemphysiologischen Ansatz untersucht.
Aus psychologischer Sicht stellt die Auswahl ausgebildeten Personals (Piloten, Astronauten, Fluglotsen) und die Entwicklung dafür geeigneten wissenschaftlichen Instrumentariums einen weiteren Aufgabenschwerpunkt des Instituts dar. Weitere Schwerpunkte sind die Anpassung von Leben an extreme Umwelten sowie die Suche nach Leben im All.

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Institut für Materialphysik im Weltraum

Keimbildungsmodell in der unterkühlten Schmelze / Foto; DLR

Das Institut für Materialphysik im Weltraum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln erforscht Eigenschaften von Schmelzen und ihre Erstarrung auf allen Längenskalen mit theoretischen und experimentellen Methoden. Ziel ist es, die Eigenschaften von Werkstoffen aus dieser Kenntnis vorherzusagen und somit Materialdesign aus der Schmelze zu ermöglichen.

Durch vergleichende Experimente im Weltraum und auf der Erde werden schwerkraftgetriebene Phänomene wie Konvektion, Sedimentation und Auftrieb der experimentellen Bestimmung zugänglich, eine Voraussetzung für die Entwicklung physikalischer Modelle zur quantitativen Beschreibung von Erstarrungsvorgängen.

Das Institut entwickelt Experimenttechnologie für den Einsatz im Weltraum und betreibt gemeinsam mit dem Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin das MUSC Nutzerzentrum für Weltraumexperimente. Das MUSC (Microgravity User Support Center) betreut die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Experimenten unter reduzierter Schwerkraft.

Weiterhin engagiert sich das Institut  in der Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuches und der akademischen Lehre an der Ruhr-Universität Bochum und der RWTH Aachen. Es beschäftigt derzeit 70 Mitarbeiter.

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