Bonn, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR-Forschungsflugzeug Falcon 20 -eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Erkundung von Erde und Atmosphäre. Es ist weltweit im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte im Einsatz. (Foto: DLR)

Köln, European Transonic Windtunnel ETW

Im European Transonic Windtunnel ETW in Köln werden neu konzipierte Flugzeuge namhafter Hersteller als verkleinerte Modelle unter tatsächlichen Flugbedingungen erprobt und optimiert. Foto:ETW

Der European Transonic Windtunnel ETW (deutsch: Europäischer Transschall Windkanal) in Köln ist der modernste Luftfahrtwindkanal weltweit. Er wird von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden getragen. Neu konzipierte Flugzeuge namhafter Hersteller aus aller Welt werden im ETW als verkleinerte Modelle unter tatsächlichen Flugbedingungen erprobt und optimiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sind entscheidend für den Erfolg eines Flugzeugprojektes.

 

 

 

Köln, European Astronaut Centre (EAC)

Im European Astronaut Centre (EAC) in Köln-Porz werden Raumfahrer aus aller Welt trainiert. Foto:EAC

Das European Astronaut Centre (EAC) liegt auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz und wurde 1990 gegründet. In dem 90-köpfigen Team des EAC arbeiten Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrt Agentur ESA, mit Mitarbeitern der nationalen Raumfahrtagenturen Italiens (ASI), Frankreichs (CNES) und Deutschlands (DLR) sowie mit Vertretern aus der Industrie gemeinsam an Aufgaben für die bemannte europäische Raumfahrt.

Zentrale Aufgabe des EAC ist dabei die Ausbildung von Raumfahrern. Im EAC trainiert unter anderem das Europäische Astronautencorps für Weltraumeinsätze, hauptsächlich auf der Internationalen Raumstation (ISS). Auch russische, amerikanische und japanische Raumfahrer sind an den Trainings beteiligt.

Neben der Ausbildung kommen dem EAC auch Aufgaben der Anwerbung und Auswahl von neuen ESA-Astronauten zu. Ebenso ist das Zentrum für die medizinische Überwachung und Versorgung der Raumfahrer zuständig. In der Zeit vor und während eines Flugs betreut das EAC die Astronauten und ihre Familien.

ESA/EAC-Astronauten sind in der Vergangenheit an zahlreichen ISS-Missionen beteiligt gewesen, so zum Beispiel an der Montage von Node 2 im September 2007 (Mission STS-120) sowie an der Columbus-Mission STS-122 im Februar 2008.

 

Siegen, Universität

Ein ganz besonderes Projekt wird seit nunmehr acht Jahren an der Universität Siegen bearbeitet: das Gate-Management an Verkehrsflughäfen. Prof. Dr. Erwin Pesch, Mathematiker und Informatiker am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, leitet die Untersuchungen. 

Durch die zunehmende Liberalisierung und Privatisierung der Luftfahrtindustrie müssen vorhandene Flughafenressourcen bestmöglich ausgenutzt werden - nicht nur in der Bodenabfertigung, sondern auch bei den Terminal-Gates oder auf den Start- und Landebahnen. Manuelle Planungsmethoden stoßen bei der erforderlichen hohen Ausnutzung der Ressourcen schon mal an ihre Grenzen. Deswegen entwickelt Prof. Dr. Pesch zusammen mit seinen Kollegen Verfahren, um die Gates-Zuordnung zu optimieren.

Da sich jeder Flughafen in seiner Struktur von anderen unterscheidet, und weil jede Airline andere Prioritäten setzt, werden die Verfahren anhand der bereits vorliegenden Forschungsergebnisse immer wieder neu berechnet und angepasst. Pesch und sein Team haben die Verfahren schon für Flughäfen in Europa, Amerika und Asien angewendet.